Für den schlimmsten Fall – die Lebensversicherung

Feb 19

Lebensversicherungen gibt es in vielen Varianten, wenngleich sie ursprünglich für den Fall gedacht waren, eine Familie auch im Todesfall des ‘Haupternährers’ über Wasser zu halten. Heutzutage dienen Lebensversicherungen als Risikoschutz, Kapitalanlage, Ausbildungsrücklage für die Kinder oder Altersvorsorge. Es gibt sie in der klassischen oder fondsgebundenen Variante, man kann sie sich auf einen Schlag oder als lebenslange Rente auszahlen lassen.

Die klassische Motivation zum Abschluss einer Lebensversicherung, die finanzielle Absicherung der Familie im Todesfall, ist natürlich auch heute noch ein wesentlicher Beweggrund. Spätestens wenn Familienplanung und der Bau eines Eigenheims bevor stehen befassen sich viele mit der Frage, wie sie sich und ihre Lieben im Ernstfall absichern können. Oft fällt die Wahl dann schnell auf eine Lebensversicherung. Welche genau hier die passende ist, ist weitaus schwieriger zu beantworten und sollte individuell entschieden werden. Grundsätzlich empfehlen die meisten Berater, Altersvorsorge und Todesschutz klar voneinander zu trennen. Darüber hinaus kann man jedem nur raten, sich vor etwaigem Abschluss einer Lebensversicherung gründlich zu informieren und verschiedene Varianten und Anbieter zu vergleichen.

Generell kann man Lebensversicherungen nach dem Versicherungsfall oder der Kapitalbildung unterscheiden.

Unterscheidung der Lebensversicherungen nach Versicherungsfall:

  • Die Todesfallversicherung: Die Leistung erfolgt bei einem Todesfall innerhalb des Versicherungszeitraums. Ein Beispiel dafür ist die Risiko-Lebensversicherung.
  • Die Erlebensfallversicherung: Die Leistung zahlt die Versicherung bei Erleben des Endes der Versicherungsdauer. In der Praxis gibt es diese Form nur bei der Rentenversicherung, wo jede einzelne Rentenzahlung eine Erlebensfallversicherung darstellt.
  • Die Berufsunfähigkeitsversicherung: Die Versicherungsleistung erhält der Versicherungsnehmer bei Berufsunfähigkeit.
  • Die Aussteuerversicherung: Die Versicherungsleistung wird bei Heirat fällig.

Unterscheidung der Lebensversicherungen nach Kapitalbildung:

  • Die Risikoversicherung: Dabei erfolgt nur eine vorübergehende oder keine Kapitalbildung. Zweck und Ziel einer Risikolebensversicherung ist es, die Hinterbliebenen finanziell abzusichern. Beispiele für die Risikoversicherungen sind Risiko-Lebensversicherungen und Berufsunfähigkeitsversicherungen.

  • Die kapitalbildende Versicherung: Der eingezahlte Beitrag wird zum Teil zur Kapitalbildung verwendet. Dieses Kapital wird dann später mit Sicherheit oder hoher Wahrscheinlichkeit wieder ausgezahlt. Derartige Versicherungen sind zum Beispiel gemischte Versicherungen, lebenslängliche Todesfallversicherungen und Rentenversicherungen.

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